Nach den grauen Wintertagen möchte man im Frühjahr endlich raus. Die Sonnenstrahlen genießen, die Frühlingsdüfte riechen, Fahrrad fahren oder einfach gemütlich im Garten ein Buch lesen oder Grillen. Für viele gehören diese Aktivitäten zur alljährlichen Frühlingsroutine dazu. Andere plagen sich bereits ab Anfang Februar bis teilweise Ende September mit tränenden und brennenden Augen, laufender Nase und nicht endenden Niesattacken durchs Jahr.

Die einzige Lösung für viele ist der Griff zu einem Antiallergikum. Viele davon müssen aber vor dem Schlafengehen eingenommen werden oder machen tagsüber sehr müde. Ich persönlich mag diesen halbwachen Zustand überhaupt nicht, schon gar nicht bei der Arbeit oder bei meinen Sportkursen im Freien. Also habe ich nach einer Alternative für mich gesucht und sie gefunden. Wer ebenfalls nach einer sanfteren Alternative sucht, den lade ich ein, weiterzulesen:

Mein Retter in Not – die Akupressur. Damit die genannten Beschwerden deutlich schwächer ausfallen, fängt man am besten fangen schon am Ende des Winters mit der Behandlung an. Doch auch bei akuten Symptomen hat sich die Akupressur als wirksam erwiesen. Das Gute an der Akupressur ist, sie ist ganz einfach überall und jederzeit anwendbar, birgt kein Risiko und die Selbstbehandlung ist kostenlos. Was für die Schwaben unter uns ja auch kein zu vernachlässigendes Argument ist 😉

Die Wirkung ist ähnlich der AKUPUNKTUR. Ihren Ursprung hat die Akupunktur in der traditionellen chinesischen Medizin. Das Einstechen der Akupunkturnadeln an den Akupunkturpunkten des menschlichen Körpers setzt bestimmte natürliche Harmonie im Organismus frei und fördert das Abklingen der Symptome oder die komplette Ausheilung. Das Verfahren hilft, wie mehrere Studien bewiesen haben bei Heuschnupfen, eignet sich im Gegensatz zur Akupressur aber nicht zur Eigenbehandlung.

Bei der AKUPRESSUR erfolgt die Behandlung mittels Finger- oder Therapiekugeldruck. Laut einer jüngeren australischen Studie nahm die Nieshäufigkeit der Testgruppe deutlich im Vergleich zur unbehandelten Kontrollgruppe ab und das Verrichten allgemeiner Alltagsaktivitäten fiel nach der Akupressurbehandlung leichter.

Insgesamt gibt es 3 Hauptpunkte (Oberlippe, Nasenflügel, Ohr) und 2 Nebenpunkte (Augenbrauenaußenseite, Schläfe), die ich jeweils für ca. 3 bis 8 Minuten fest drücke und gegen Ende mit kreisenden Bewegungen ausmassiere. Wenn die gedrückte Stelle bei euch sehr empfindlich ist, empfehle ich anfangs die Drückzeit auf ca. 30 Sekunden zu reduzieren. Später kann diese dann gesteigert werden. Der Druck sollte schon fest, aber nicht qualvoll sein. Bei akuten Beschwerden behandelt ihr euch nach Bedarf. Ansonsten empfehle bereits im Winter mit der Akupressur anzufangen, dann 3 Mal täglich.

Und so wird’s gemacht:

  1. Presst mit eurem Zeige- Mittel- und Ringfinger auf den Bereich zwischen Oberlippe und Nase. Fangt sanft an und steigert den Druck.
  2. Presst mit Daumen und Zeigefinger gegen die Nasenflügel.
  3. Presst mit den Zeigefingern die vorspringenden Knochen vor dem Ohr .
  4. Presst die Punkte am äußeren Ende eurer Augenbrauen.
  5. Presst mit euren Daumen die Schläfengegend. (Hier besonders zu Beginn nicht zu fest pressen!)

Wenn ihr den Druck ertragen könnt, haltet ihn für 3 bis 8 Minuten und massiert die jeweiligen Stellen gegen Ende mit kreisenden Bewegungen aus.

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