Der Anteil des Wassers am Körpergewicht liegt beim Erwachsenen in etwa bei 65 Prozent (entspricht etwa 45 Litern).

Nicht verwunderlich, dass auch Ihnen Ihr Massagetherapeut nach der Massage sicher schon da ein oder andere Glas Wasser angeboten hat oder zumindest empfohlen, nach der Massage ausreichend zu trinken.

Im Allgemeinen ist vielen sicher bereits längst bekannt, dass Wassertrinken allein über den Tag verteilt, schon eine gute Idee ist. Um besser zu verstehen, warum der Körper so sehr von einer ausreichenden Wasserversorgung profitiert, möchte ich auf die einzelnen Funktionen des Wassers in unserem Körper eingehen;

Als Bestandteil des Blutes versorgt uns das Wasser mit wichtigen Nährstoffen und transportiert gleichzeitig Giftstoffe über die Blutbahn zu den Nieren, wo die Giftstoffe dann ausgeschieden werden.

Wasser ist aber auch ein wichtiger Bestandteil unserer Thermoregulation. So schwitzen wir, wenn unsere Körpertemperatur erhöht ist. Die Körpertemperatur soll durch das Schwitzen konstant gehalten werden.

Und erst durch Wasser kann unser Körper die vielen Vitamine und Zuckermoleküle nutzen. Mithilfe von Wasser werden diese gespalten, um anschließend weiterverarbeitet werden zu können.

Als wesentlicher Bestandteil unserer Zellen und unseres Gewebes ist das Wasser auch an der ständigen Durchspülung unseres Körpers beteiligt.  Durch unser Gehirn allein fließen täglich 1400 Liter Körperflüssigkeit. Ist dieser Fluss gestört oder verlangsamt macht sich das in erster Linie in unserer Leistungsfähigkeit und Konzentration bemerkbar.

Bereits für die „einfachen“ und alltäglichen Körperfunktionen ist Wasser also schon sehr wichtig. Durch die zusätzlichen Impulse einer Massage werden diese Körperfunktionen jedoch verstärkt. So hilft die Wasseraufnahme dem Körper dabei, angesammelte und durch die Massage freigesetzte Abfallprodukte schneller aus dem bearbeiteten Gewebe zu spülen. Besonders bei Tiefengewebsmassagen, die die Blutzirkulation stark anregen, wird eine große Anzahl dieser Stoffe freigesetzt. Eine Einlagerung dieser Stoffe wäre absolut ungewünscht. Sie würde den entspannenden Massageeffekt eher zunichtemachen und den Schmerz oder die Verspannung sogar noch verstärken.

Ein gut hydrierter Körper unterstützt den Massagetherapeuten zusätzlich bei der Bearbeitung der Muskulatur. Die Muskulatur ist empfänglicher für die Massageimpulse des Therapeuten, wodurch besonders bei einer Tiefengewebsmassage oder Triggerpunkt Behandlungen die Wirkung deutlich unterstützt wird.

Die Wasserversorgung des Körpers nach einer Massage hat somit zwei primäre Gründe. Der erste zielt auf den Abtransport der Giftstoffe ab, die nach einer Massage von der Muskulatur und dem angrenzenden Gewebe freigesetzt werden. Der zweite ist die ausreichende Versorgung des bearbeiteten Gewebes mit Wasser, um dessen Funktion in Takt zu halten und den gleichmäßigen Elektrolytfluss im Körper zu gewährleisten.

Viele Kunden „gönnen“ sich das Glas Wasser auch einfach, weil es ihnen hilft, nach der Massage wieder bei sich anzukommen und sich neu auf die bevorstehenden Aufgaben zu fokussieren.

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