Durch die Verwendung des richtigen Massageöls kann die eigentliche Massagewirkung verstärkend wirken, weil das Öl „durch die Haut“ und „durch die Nase“ wirkt.

Was mach ein gutes Öl eigentlich aus?

Jeder Massagetherapeut hat sein Lieblingsöl. Manche arbeiten mit Lotionen andere schwören auf einfaches Sonnenblumenöl. Für welches Öl man sich letztendlich entscheidet bleibt jedem selbst überlassen. Auf jeden Fall sollte ein gutes Massageöl die Haut jedoch nicht reizen. Bewährt haben sich auch Öle oder Mischungen, die die Haut pflegen und nicht nur einen oberflächlichen Ölfilm hinterlassen. Abzuraten ist hingegen von Mineralölen. Sie sind zwar oft günstiger erhältlich und deshalb vor allem für Massageanfänger sehr verlockend, sie enthalten jedoch keinerlei nützlichen Wirkstoffe. Viele enthalten sogar  Schadstoffe, die potenziell karzinogen, also krebserregend, wirken.

Bei hochwertigen Pflanzenölen kann man fast nichts falsch machen. Sie enthalten nicht  nur wertvolle Fettsäuren und Vitamine, sondern wirken häufig auch entzündungshemmend (z.B. Immortellenöl) . Jeder von uns reagiert unterschiedlich auf Gerüche. Ich habe gute Erfahrungen mit geruchsneutralen Ölen bzw. Lotionen gemacht. Ich würde auch jeder Zeit ein Öl mit Zusätzen von guten ätherischen Ölen, statt künstlichen Geruchsstoffen vorziehen.

Wir bei gogrün – mobile Massagen und Sporttherapie bevorzugen es nur kleine Mengen zu kaufen und diese kühl und dunkel zu lagern. So vermeiden wir, dass das pflanzliche Öl durch die ungünstige Lagerung oxidiert und ranzig wird.

Wie wirken die einzelnen Inhaltsstoffe denn nun auf uns?

Die Haut ist unser größtes Organ im Körper. Die pflegende und therapeutische Wirkung des Massageöls entfaltet sich deshalb zunächst auf der Haut. In Kombination mit den einzelnen Massagegriffen wird die Durchblutung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur verbessert. Über die verbesserte Durchblutung erreichen Öle innerhalb von 5 bis 20 Minuten die Blutbahn. Ätherische Öle wirken zudem spezifisch auf das zu behandelnde Organ und Organsystem und je nach Öl anregend, aufhellend, beruhigend, ausgleichend, abschwellend etc.. Die volle Wirkung entfaltet ein Massageöl jedoch erst nach ca. 20 Minuten. So lange sollte es deshalb auch mindestens einmassiert werden. Da das Massageöl auch nach der eigentlichen Massage noch bis zu 2 Stunden nachwirkt empfehlen wir direkt nach eine Massage nicht zu duschen. Doch auch das beste ätherische Öl verliert irgendwann seine Wirkung. Im Durchschnitt baut unser Blutkreislauf die meisten ätherischen Öle innerhalb von 90 Minuten ab. Darum lohnt es sich auch auf jeden Fall, sich regelmäßig eine Massage zu gönnen.

Doch nicht nur unsere Haut nimmt die wertvolle Wirkung der Ätherischen Öle auf. Auch durch die Nase entfalten die Öle Ihre Wirkung. Das limbische System erhält Nervenimpulse, sobald die Duftmoleküle des Öls wahrgenommen werden. Als Reaktion werden Neurotransmitter und Hormone ausgeschüttet. Massagen lindern somit nicht nur Verspannungen und Krämpfe, sondern auch emotionale und psychische Befindlichkeitsstörungen.

Ein kleiner Auszug aus der Wirkweise unserer Lieblingsöle:

  • Efeu, Kastanie- abschwellend
  • Lavendel- beruhigend, hautverbessernd
  • Kokos- kühlend, entzündungshemmend
  • Lemongras/Zitrus- energetisch, durchblutungsfördernd
  • Zedern- regt Lymphfluss an, fördert Entwässerung
  • Melisse- entspannend

Bei der Wahl des ätherischen Öls gilt es jedoch immer, neben der Duftvorliebe der Kundin oder des Kunden, stets das Behandlungsziel und den Hautzustand im Auge zu behalten.

 

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